Ziel

Du überträgst ein vollständiges Programm von einem anderen Rechner und verstehst dabei jeden Schritt.

Die Vorlage

Die Mondlandung (Lunar Lander) war eines der bekanntesten Programme für den kleinen Bruder des TI-59, den TI-57: 50 Programmschritte, acht Speicher. Sie stand in der französischen Zeitschrift L’Ordinateur de Poche; Paul Novaes hat sie 2022 im Forum des HP Computer Museum vorgestellt und seiner TI-57-App RCL-57 beigelegt. Auch die deutsche FUNKSCHAU druckte eine Mondlandung für den TI-57 – mit ihr hat der Autor dieses Kurses als Junge das Programmieren begonnen.

Die Regeln: Die Fähre ist 2500 Fuß über dem Boden, sinkt mit 100 Fuß pro Sekunde und hat 100 Gallonen Treibstoff. Jede Eingabe brennt n Gallonen pro Sekunde, vier Sekunden lang. Pro Sekunde sinkt die Höhe um die Geschwindigkeit, der Mond beschleunigt um 5 Fuß/s, jede Gallone bremst um 1 Fuß/s. Die Anzeige zeigt Geschwindigkeit und Höhe in einer Zahl: 100.2500.

Was sich beim Übertragen ändert

TI-57TI-59Warum
RCL 1 (1 Schritt)RCL 01 (2 Schritte)der TI-59 hat zweistellige Speicher
INV SUM 3 (1 Schritt)INV SUM 03 (3 Schritte)INV ist beim TI-59 ein eigener Schritt
x≥t überspringt den nächsten Schritt2nd x≥t Label springt zum Labelandere Logik der Bedingungen (Lektion 3.2)
Dsz überspringt2nd Dsz 0 LabelLektion 3.3
Startwerte vorher mit STO eintippenA setzt sie selbstbequemer, kostet Schritte

Der TI-57 packt Taste, INV und Ziffer in ein Byte; daher kommt er mit 50 Schritten aus. Die TI-59-Fassung braucht 126.

Der Aufbau des Programms

  1. Anzeige (ab 000): Treibstoff mit Pause zeigen, dann Geschwindigkeit und Höhe zusammensetzen: v + Vorzeichen(v) × h ÷ 10⁴, Fix 4, R/S – warten auf die Brennmenge.
  2. Treibstoff: Brennmenge in Speicher 04; reicht der Tank nicht, wird der Rest gebrannt (x≥t mit dem Tankinhalt).
  3. Vier Sekunden: 4 STO 00, dann eine Schleife mit Dsz 0: Höhe minus Geschwindigkeit, Geschwindigkeit plus 5 minus Brennmenge.
  4. Ende prüfen in jeder Sekunde: Höhe unter 0 – abgestürzt. Geschwindigkeit plus Höhe unter 6 – gelandet.
  5. Spielende: ein Sprung zu einem Label, das es nicht gibt (E'). Der TI-59 meldet einen Fehler – und die Anzeige blinkt mit dem letzten Wert. Genau das tat auch der TI-57.

Die vollständige, kommentierte Tastenfolge der verdichteten Fassung steht in Lektion 5.2. Die Karte der Fassung aus dieser Lektion (126 Schritte) gibt es hier zum Herunterladen: Mondlandung.u59 (Bank 1, Textformat von Calc-U-59).

Karte eingelesen, A gestartet, nach dem ersten Bremsschub 100.2100

Spielen

  1. CLR, Karte einschieben – Anzeige 1.
  2. A – neues Spiel, 100.2500.
  3. Zahl, R/S – nach gut zehn Sekunden steht die neue Lage da. Erst dann die nächste Zahl: Ein R/S während der Rechnung hält das Programm an.

Eine perfekte Landung, am Rechner nachgespielt: 0 0 0 16 30 6 9 – die Anzeige blinkt 0.0000, 39 Gallonen bleiben übrig.

Die Anleitung zur Mondlandung im eigenen Fenster neben dem TI-59

Üben

  1. Spiele bis zum Absturz (fünfmal 0) und erkläre die blinkende −65.
  2. Was zeigt die Anzeige, wenn die Fähre steigt? Probiere zweimal 30.

Probe

Ändere die Schwerkraft auf den Mars-Wert (etwa 12 Fuß/s²) und finde eine neue Landefolge.

Rückblick

Übertragen heißt: Speicher zweistellig machen, Überspringen durch Sprünge zu Labels ersetzen, INV als eigenen Schritt zählen – und am Ende prüfen, dass jede Zahl stimmt.

Lösung Üben 2: 0.2250, dann -100.2400 – das Minuszeichen zeigt eine steigende Fähre.

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